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Gemeinsam für Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung

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Virtueller Klimastreik 24.4.

Beteiligung von Christen und Christinnen und Kirchen, ein Brief zum Weiterverteilen:

Liebe Gemeindeleitungen, liebe Kirchenleitungen,

Der global geplante Klimastreik am 24.4. kann nicht wie gewohnt in Form von Großdemonstrationen stattfinden. Dennoch gilt es ein Zeichen zu setzen, dass mit der Klimakatastrophe eine Krise ungeahnten Ausmaßes auf die Menschheit zukommt, wenn wir nicht handeln.

Da nun große Wirtschaftsförderungen durch Staat und EU geplant sind, gilt es dafür zu kämpfen, dass diese genutzt werden, um auf Klimaneutralität hinzuarbeiten.

Darum möchten wir Gemeinden und Kirchen bitten, dass die dort jeweils vorhandenen digitalen Verteiler (Homepages, Newsletter, Accounts in den Sozialen Netzwerken, Mailadressen des Presbyteriums, der Mitarbeiterschaft) genutzt werden, um zu einer Beteiligung am digitalen Streik aufzurufen. Auf der Homepage der Fridays for future – Bewegung wird beschrieben, wie dieser Protest gestaltet werden soll.

Fridays4Future, virtueller Streik

Zum einen können sich Menschen als Demonstrierende dort eintragen, zum anderen gilt es, kreativ zu werden, zum Beispiel mit selbst gemachten Plakaten in Fenstern und diese zugleich beim virtuellen Streik einzubringen, um auch nach außen deutlich zu machen, dass wir engagiert sind für den Schutz der Schöpfung.

Außerdem bitten wir Sie als Gemeinden und kirchliche Einrichtungen, Gesicht zu zeigen, indem an Kirchenzäunen, Kirchentüren, usw. zur Streikbeteiligung aufgerufen wird und auch am Tag selber deutliche Zeichen gesetzt werden.

Bleiben Sie behütet!

Christians4Future

Christentum im Klimakollaps

Wie die ökologische Krise den Glauben herausfordert und was der Glaube den Aktivist:innen zu bieten hat.
Der Vortrag Vortrag von Pfr. Thomas Zeitler (Extinction Rebellion) jetzt auch bei Youtube.

Was verstehen wir Christen unter unbedingtem christlichem Handeln angesichts der Klimakatastrophe?
Was kann die Kirche für die Klimabewegung sein?
Wie können Gemeinden der Klimabewegung ein Zuhause geben?
Wie kann unser Glauben zum Handeln führen?

Vom am 26. Februar in Berlin

Christians for Future Ortsgruppen: wir machen weiter!

Als Beispiel für die Arbeit in den Ortsgruppen hier ein kleiner Bericht aus Regensburg.

Im September 2019 gründete sich die Gruppe und eine der ersten Projekte zielte auf den Dies Academicus der Universität Regensburg ab. Dort sollte der renommierte Klimaforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Schellnhuber als Ehrengast im November 2019 eine Rede halten. Durch eine Kooperation mit den örtlichen Scientists for Future entstand dann ein Gespräch zwischen dem Klimaforscher und Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner, das seit dem Jahresbeginn auf dem offiziellen YouTube Kanal von den Christians for Future Deutschland zu finden ist. Natürlich ist auch für die bundesweiten Scientists for Future ein Video mit den beiden ehemaligen Kollegen entstanden. Die Produktion dieser Videos übernahm dabei vollständig die Ortsgruppe mit einigen freiwilligen HelferInnen. Auch der YouTube Kanal wird von einer Kooperation aus Regensburg und Berlin gepflegt. Was dort die nächsten Tage noch so passiert, könnt Ihr in dem nächsten Blogeintrag lesen.

Unser Youtube Kanal

Karfreitag: Anschreiben an Kirchenleitungen

Hier ist ein Musteranschreiben, mit der Bitte jeweils vor Ort dafür zu werben, dass in den Kirchen am Karfreitag in irgendeiner Form auf die Klimakrise aufmerksam gemacht wird.  Die Textbausteine dürfen von den Ortsgruppen verändert und personalisiert werden. Es geht nicht darum, eine Riesenaktion auf die Beine zu stellen, der Fokus liegt auf dem 24.4. (nächster globaler Klimastreik). Wir würden uns aber freuen, wenn an möglichst vielen Orten der Karfreitag in diesem Jahr ein Tag wäre, an dem Christen ein deutliches Zeichen für Nächstenliebe und Bewahrung der Schöpfung setzten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Freitage gelten seit über einem Jahr dem Thema „Zukunft“. Mit Blick auf die Klimakrise haben Jugendliche vielerorts Streiks und andere Aktionen organisiert, um die Bevölkerung und Politik auf mangelnden Klimaschutz und unzureichende Klimagerechtigkeit aufmerksam zu machen.

Als Christinnen und Christen gemeinsam mit vielen kirchlichen Stellen und Würdenträgerinnen und Würdenträgern haben wir uns hinter dieses Anliegen gestellt, um die Forderungen der Jugendlichen zu unterstützen.

Mit dem Karfreitag, an dem wir des Leiden und Sterben Jesu gedenken, sollten wir als Christen zum Ausdruck bringen, dass Jesus auch heute noch an der Ungerechtigkeit und dem Sterben in unserer Welt leidet und wir Christen ganz im Sinne der Nächstenliebe aufgefordert sind, durch aktives Handeln Hoffnungszeichen zu setzen.

An diesem Tag sollte überall in Deutschland dazu aufgerufen werden, nach dem Gottesdienst ein öffentliches Bekenntnis für Klimagerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung abzulegen.

Die Formen können vielfältig sein. Trotz des stillen Feiertags ist es zum Beispiel möglich, einen Trauermarsch für die Opfer des Klimawandels durchzuführen oder eine Andacht im Freien zu feiern.

Dabei wäre eine möglichst gemeinsame Aktion mit den ökumenischen Partnern wünschenswert, daher bitten wir Sie, miteinander in Kontakt zu treten.

Baustein, falls Ihr selber nichts organisiert und nicht wisst, ob irgendeine andere Gruppe etwas geplant hat:

Wir möchten Sie daher bitten, unseren Aufruf zu unterstützen. Sofern es in Ihrem Ort geplante Aktionen der F4F oder anderer Klimabewegungsgruppen gibt, könnten Sie diese von Seiten der Kirche mitgestaltenden, oder andernfalls zu eigenen Aktionen einladen.

Oder wenn Ihr das leisten könnt:
Gerne möchten wir mit Ihnen gemeinsam eine angemessene Aktion vorbereiten.

Oder wenn Ihr selber schon was geplant habt:

Gerne möchten wir Sie daher bitten, sich folgender Aktion/Veranstaltung anzuschließen.

Falls Ihr als C4F an die Kirchenleitungen schreibt, hier noch ein paar Sätze zum Selbstverständnis der C4F von der Ortsgruppe Aachen, die Ihr vielleicht mit einsetzen möchtet:

  • Christians4Future ist ein deutschlandweiter, konfessionsübergreifender Zusammenschluss von Christinnen und Christen, in dem sich jede und jeder Einzelne einbringen kann.
  • Gemeinsam mit anderen 4Future-Bewegungen wollen wir uns mit Klimaschutzbewegungen vernetzen und Forderungen zum Klimaschutz an die Politik formulieren sowie vertreten.
  • Wir verstehen uns als ökumenisches Netzwerk in den christlichen Gemeinden.

Klimafasten – und viele Christians for future machen mit

Die Fastenzeit naht. Was liegt 2020 näher, als sich bewusst mit der Frage auseinander zu setzen, was wir eigentlich brauchen für ein gutes Leben?

So rufen denn auch viele Kirchen und kirchliche Organisationen – katholische wie evangelische – dazu auf, beim Klimafasten mitzuwirken.

Screenshot der Seite klimafasten.de

Auch die Christians for Future engagieren sich in vielen Orten mit. Zum Beispiel in Aachen. Eine tolle Initiative – Nachahmer*innen dringend gesucht!

Chemnitz – Gottesdienst, Aktionen – und beinahe ein Klimanotstand

Ende Januar fand in der Jakobikirche in Chemnitz ein besonderer Gottesdienst statt. Die Klimaandacht wurde von der dortigen Pfarrerin Dorothee Lücke und den Parents for Future vorbereitet.

Foto aus der Freien Presse: Fridays for Future spielen eine zentrale Rolle im Gottesdienst.
Hier geht es zum kompletten Artikel.

Der Gottesdienst kam gut an – die Klimaschützer*innen luden die Teilnehmenden gleich zu weiteren Veranstaltungen in Chemnitz ein, bei denen sie möglichst viel Unterstützung gewinnen wollten für einen Stadtratsbeschluss über einen Klimanotstand in Chemnitz.

Dazu kam es dann leider nicht: Am 5. Februar lehnte der Stadtrat die Petition der Parents ab. Und das, obwohl über 4.000 Menschen aus Chemnitz unterzeichnet hatten. Hier geht es zum Bericht auf der Seite des mdr.

Die Aktiven bleiben aber dran. Was bereits in 68 anderen Städten und Landkreisen geklappt hat, sollte möglichst bald auch in Chemnitz möglich sein.

Fürbitte persönlicher Klimaschutz

Gert Oelscher hatte für den Klimapilgerweg 2018 eine Fürbitte vorgeschlagen, die
schließlich in der Nicolaikirche in Leipzig vorgelesen wurde. Vielleicht eine Anregung für weitere Gottesdienste?

Herr, wir haben von Dir den Auftrag bekommen, die Erde als Deine
Schöpfung zu bebauen und für künftige Generationen zu bewahren.
Letzteres fällt uns aber immer schwerer. Wir verbrennen in einem Jahr so
viel Kohle, Öl und Gas, wie Du in einer Million Jahre geschaffen hast.
Durch unsere ungebremste Lust auf materiellen Konsum und weite Reisen
ist die Klimakatastrophe bald nicht mehr aufzuhalten.
Auch viele Christen beteiligen sich am weltweiten Massentourismus mit
Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen, ohne die damit verbundenen immensen
Kohlendioxidemissionen zu bedenken. Eine Deklaration dieser Reisen als
Leserreisen in „Guter Gemeinschaft“, Bildungsreisen,
Erfahrungsaustausch, Glaubenstreffen oder
gar als „Mission“ ändert an den negativen Auswirkungen auf das Weltklima
nichts.
Klimagerechtigkeit kann man leicht predigen, aber sie muss auch
vorgelebt werden, sonst ist es heuchlerisch und unglaubwürdig! Christen
sollten mit ihrem Handeln nicht die Zerstörung von Gottes Schöpfung
betreiben!
Herr, gib uns den Mut und die Kraft, aus dieser Einsicht heraus auf
unnötige „Traumreisen“ zu verzichten und als Salz der Erde ein Zeichen
gegen den wachsenden Egoismus zu setzen!

Amen.

Rezo: „vehement an die christlichen Standpunkte erinnern“

Seit Rezo gestern in seiner Kolumne bei der Zeit – online über das christliche Engagement in Sachen Klimawandel geschrieben hat, entwickelt sich online ein regerAustausch über seine Überlegungen und Ratschläge. Eine kostenlose PR Beratung von jemandem zu bekommen, der es auf 16,5 Millionen Klicks bei Youtube bringt, sollte von den Kirchen als Weihnachtsgeschenk verstanden und geschätzt werden.
Unbedingt lesenswert: Traue dich, o Christenheit!

Danke, Rezo, für diese Unterstützung!

Eine Idee für die Silvesternacht

Wir möchten Euch alle ermutigen, Euch einer Idee des „Grufti4Future“ anzuschließen.
Er schlägt vor Mahnwachen an Silvester zu organisieren.
Er schreibt dazu: „Jeder – auch diejenigen die noch nicht organisiert sind – können sich als Einzelperson beteiligen und sich an exponierten Stellen mit einem Schild sichtbar in der Silvesternacht aufstellen.“
Besonders für all die, die Freitags selten schaffen zu den Demos zu kommen ist das vielelicht eine gute Aktionsform – lasst die Jugend nicht alleine!

Weitere Infos findet Ihr hier



Drohbotschaft?

Warum Drohbotschaft und Frohbotschaft zwei Seiten einer Medaille sind –
„Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“ (Mt 3,10)

Johannes der Täufer will seine Mitmenschen mit drastischen Worten zur Umkehr bewegen. Die meisten von uns verstört eine solche „Drohbotschaft“. Sollte ein guter Motivator nicht mithilfe von positiven Anreizen die Menschen ermuntern, statt Ängste zu schüren?
Und es ist so: Drohbotschaften machen die Sympathisanten zu ängstlichen Aktivisten, und bei den Gegnern bewirken sie nur eine noch stärkere Abschottung. Gleichwohl kann mir Johannes als Identifikationsfigur helfen, wenn ich mir bei meinem Anliegen nur noch durch Drohungen zu helfen weiß. Denn in der Figur des Johannes finde ich mein Ohnmachtsgefühl wieder, das sich einstellt, weil mein ernstes Anliegen bei niemandem Gehör findet. Es ist dieses Ohnmachtsgefühl, das sich in Drohungen und harschen Worten Bahn bricht. Beides ist zu spüren, wenn, wie beim UN-Klimagipfel, das Ohnmachtsgefühl der Klimaaktivistinnen in Greta Thunbergs tränenersticktem „How Dare You?“ aufbricht und wenn Klimaforscherinnen uns die Zukunft beschreiben, die auf uns wartet, wenn sich nicht rasch etwas ändert.
Beide sind wichtig – Johannes mit seiner Drohbotschaft, die die Menschen zur Umkehr bewegen soll. Aber auch Jesus, der nach ihm kommt und das Frohe seiner Botschaft in den Mittelpunkt stellt, der uns zeigt, was wir gewinnen können.
Und es gibt so vieles, und so großes, zu gewinnen: Eine menschenfreundliche Welt, in der das gute Leben der Menschen nicht die Lebensgrundlagen anderer und der zukünftigen Generationen zerstören muss. Ist das nicht auch eine wahre Frohbotschaft?

Arbeiten wir gemeinsam daran.

Ein Beitrag der Ortsgruppe Regensburg
Twitter: @C4F_Regensburg | Insta: c4f_regensburg

Wenn Ihr Euch einer C4F Gruppe vor Ort anschliessen möchtet, findet Ihr uns hier: WhatsApp

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