Musteranschreiben

Textbaukasten

Anschreiben an katholische Bischöfe

Für Ev. Landeskirchen: Aufruf zur Teilnahme am Globalen Klimastreik

Weitere mögliche Bausteine:

Bitte bedient Euch bei unseren Textbausteinen und schreibt Eure Gemeindeleitungen an. Ihr könnt es so abändern, dass es von Euch persönlich stammt, oder es als Schreiben der C4F weiterleiten. Wenn möglich, ergänzt das Schreiben um die Informationen, was bei Euch lokal geplant ist.

Textbaukasten:

„Globaler Klimaaktionstag“ 23.9.
Sehr geehrte XXXXX / Sehr geehrte Pfarrerinnen und Pfarrer,

viele Themen verlangen gerade unsere Aufmerksamkeit – von Energiekrise bis Krieg. Dennoch glauben wir, dass darüber die alles überschattende Klimakrise nicht vergessen werden darf. Die Erderwärmung schreitet schneller voran als prognostiziert. Immer dringlicher wird es, diese Entwicklung aufzuhalten und für eine weltweite ausgleichende Klimagerechtigkeit zu sorgen.

Als Christinnen und Christen sind wir besonders aufgerufen, die Bewahrung der Schöpfung einzufordern und für die Bedürfnisse unserer Nächsten einzutreten, auch wenn sie am „anderen Ende“ der Welt leben mögen oder noch gar nicht geboren sind. Für den 23. September 2022 ruft die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future zum nächsten „globalen Klimaaktionstag“ auf. Die jungen Erwachsenen, die uns daran erinnern, unsere Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen, bedürfen unserer umfassenden Unterstützung.

Wir bitten Sie, die Mitglieder Ihrer Gemeinde auf unser Anliegen aufmerksam zu machen, indem Sie Ihnen unser Schreiben weiterleiten, zum Beispiel als Rundschreiben per E-Mail, als Artikel im Gemeindebrief und/oder als Aushang in Ihren Räumlichkeiten und in Gottesdiensten.

Gerade jetzt ist es wichtig, gemeinsam auf die Straße zu gehen. Bitte seien Sie ein Vorbild und ermutigen Sie andere, sich anzuschließen.

Bei Fragen sind Sie herzlich dazu eingeladen, jederzeit mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Mit freundlichen Grüßen,

XXXXXX

Weitere mögliche Bausteine:

*Setzen Sie ein Zeichen und nehmen Sie gemeinsam an den Veranstaltungen des Klimaaktionstags teil! Ermutigen Sie die Mitglieder Ihrer Gemeinde aktiv, die Vielzahl an Angeboten zum Klimaaktionstag zu erkunden! 

*Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, in Ihren Gemeinden mit Nachdruck auf die Dringlichkeit einer effizienten Klimapolitik hinzuweisen! Sensibilisieren Sie durch die gezielte Vermittlung von Informationen zum Beispiel in Gottesdiensten, aber auch in Gruppentreffen oder Meditationskreisen die Christinnen und Christen Ihrer Gemeinde für das Thema!

*Als ökumenischer Zusammenschluss von Christinnen und Christen in Deutschland sieht Christians for Future seine Mission darin, christliche Gemeinden in ihrem Engagement zu unterstützen. Wir erkennen damit das Bedürfnis vieler Christinnen und Christen an, sich aus der Sorge um die Schöpfung für Klimagerechtigkeit einzusetzen. Gleichzeitig sehen wir es als unsere Aufgabe, in Zusammenarbeit mit anderen Initiativen (zum Beispiel Parents for Future, Scientists for Future etc.) die Fridays-for-Future-Bewegung durch die Bereicherung um eine christliche Perspektive zu unterstützen.

*Eine für Ihre Gemeinde passende Form der Beteiligung am Klimaaktionstag ist nicht dabei? – Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre Beteiligung am Klimaaktionstag zu gestalten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an XXX.

*Die Christians-for-Future-Initiative möchte deutschlandweit Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Gemeinden finden. Ziel ist es, die Kommunikation mit den Christinnen und Christen vor Ort zu intensivieren. Uns ist viel daran gelegen, den direkten Austausch mit den einzelnen Gemeinden zu suchen. Wir freuen uns, wenn Sie unser Angebot wahrnehmen. Interessierte melden sich bitte bei XXX.

*Darüber hinaus möchten wir die Gelegenheit nutzen, auf das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit und dessen Kampagne Churches for Future (https://www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de/) aufmerksam zu machen. Beiden Initiativen haben sich bereits viele Bistümer, Landeskirchen, Kirchen sowie Organisationen angeschlossen. Werden auch Sie Teil der Bewegung! Übernehmen Sie Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung!

Lieber Bischof XXX

In den Enzykliken Laudato Si und Evangelii Gaudium fordert uns Papst Franziskus auf, uns für die globale Gerechtigkeit und für den Schutz unseres gemeinsamen Hauses einzusetzen und gegen ein Wirtschaftssystem, das Profite höher wertet als Menschen. Vor diesem Hintergrund mahnte auch Erzbischof Schick im Juni 2021, die Kirche möge ein Lobbyist der Schöpfung sein. 
Unter dem Motto “People not profit” findet am 23. September 2022 der nächste globale Klimastreik statt. Die Christians for Future möchten Sie, Herr Bischof, herzlich einladen, an diesem globalen Zeichen für Klimagerechtigkeit teilzunehmen.
Bitte leiten Sie diese Einladung auch an die Priester und Ordensleute Ihrer Diözese und an alle Christinnen und Christen in den Gemeinden weiter. In den aktuellen politischen Diskursen sind die Stimmen der Lobbyisten einer extraktiven Wirtschaft, die tötet, immer noch sehr präsent. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie alle Gläubigen und Menschen guten Willens Ihrer Diözese in einem Hirtenwort auffordern, Lobbyisten für die Schöpfung zu sein.  
Wir danken Ihnen für Ihr Engagement und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Aufruf zur Teilnahme am Globalen Klimastreik am 23.09.2022
Sehr geehrter Herr Kirchenpräsident Dr. Jung.
Gestatten Sie uns bitte, zu Beginn zu zitieren aus „Umkehr zum Leben“, Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland aus dem Jahre 2009:
Als evangelische Kirche sind wir davon überzeugt, dass zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels und für die Erhaltung der Lebensgrundlagen für künftige Generationen ein einschneidender Mentalitätswandel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nötig ist. Eine solche Wende zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise verlangt nach einer Umkehr, die die Bibel ≫Metanoia≪ nennt, eine radikale und umfassende Umkehr.
Wir bekennen, dass wir mit dem in den Industriestaaten vorherrschenden Lebensstil und einem allein auf Wachstum setzenden Wirtschaftssystem dieser Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung nicht gerecht geworden sind. Unser Lebensstil und unsere Wirtschaftsweise tragen dazu bei, dass die Ressourcen der Schöpfung in unverantwortlicher Weise ausgebeutet und Menschen ihrer Lebensgrundlagen und ihrer Lebenschancen beraubt werden.
Damit machen wir uns schuldig vor Gott, seiner Schöpfung und unseren Mitmenschen. 
Unter dem Motto #PeopleNotProfit findet am 23. September 2022 der nächste Globale Klimastreik statt. Die Christians for Future möchten Sie, sehr geehrter Herr Dr. Jung, auffordern, an diesem globalen Zeichen für Klimagerechtigkeit mitzuwirken und auf die Dringlichkeit einer Umkehr zum Leben hinzuweisen.
Bitte leiten Sie diese Einladung auch an die Dekanate, Gemeinden und an alle Christ*innen in den Gemeinden weiter. In den aktuellen politischen Diskursen sind die Stimmen der Befürworter*innen einer extraktiven Wirtschaft, die unsere planetaren Erdsystemgrenzen nicht anerkennen, sehr präsent. Wir alle sollten zusammenstehen, diesem Ausverkauf der uns vorgegebenen Ressourcen Einhalt zu gebieten. Die Irreversibilität der Erdsystem-Prozesse in ihrer Veränderung ist vielfach noch gar nicht begriffen. Das macht uns außerordentlich betroffen.
Wir bitten Sie eindringlich, wenn Sie alle Gläubigen und Menschen guten Willens aus Ihrer Landeskirche in einer Veröffentlichung auffordern, Lobbyisten für unsere Mitschöpfung zu sein. 
Wir danken Ihnen für Ihr Engagement und verbleiben mit verbundenen Grüßen

Und hier der Text der OG Witten mit biblischem Bezug:

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

wir möchten Sie darüber informieren, dass am 23.09.2022 der nächste internationale Klimastreik von Fridays for Future stattfindet. Auch in Dortmund wird es am Nachmittag eine Demonstration geben.
Die Schülerinnen und Schüler gehen an diesem Tag wieder auf die Straße für eine bessere Klimapolitik. Doch wir wollen die Schülerinnen und Schüler nicht allein lassen.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde und sah, dass es gut war. Die Bewahrung der Schöpfung ist eins der ersten Themen, die in der Bibel genannt werden. Diese Aufgabe bekam der Mensch im 1. Buch Moses. Leider haben wir uns nicht immer daran gehalten und stehen vor der großen Aufgabe, den Klimawandel zu verlangsamen.
Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ist der Weg, den der Ökumenische Rat der Kirchen (Weltkirchenrat) bereits 1983 angestoßen hat.
Dabei wurden mehrere Grundüberzeugungen festgelegt, die auch noch heute aktuell sind.

Grundüberzeugung VIII
„Wir bekräftigen, dass die Erde Gott gehört. Das Land und die Gewässer bedeuten Leben für die Menschen […] Wir bekräftigen deshalb, dass das Land Gott gehört. Der Mensch soll Boden und Gewässer so nutzen, dass die Erde regelmäßig ihre lebensspendende Kraft wiederherstellen kann, dass ihre Unversehrtheit geschützt wird und dass die Tiere und Lebewesen den Raum zum Leben haben, den sie brauchen. Wir werden jeder Politik widerstehen, die Land als bloße Ware behandelt […] Wir verpflichten uns zur Solidarität mit Urvölkern, die um ihre Kultur, ihre Spiritualität und ihre Rechte auf Grund und Boden sowie auf Gewässer kämpfen. Wir verpflichten uns zur Solidarität mit Landarbeitern und armen Bauern, die sich für eine Bodenreform einsetzen, sowie mit den Saisonlandarbeitern. Wir verpflichten uns außerdem, den ökologisch notwendigen Lebensraum anderer Lebewesen zu achten.“

Grundüberzeugung IX
„Wir bekräftigen die Würde und das Engagement der jüngeren Generation. […] Jesus zeigte eine besondere Wertschätzung für die jüngere Generation. Er sagte, dass der, der nicht wie ein Kind sei, nicht in das Reich Gottes kommen werde (Lk 18,17 EU). Und Paulus sagte dem Timotheus, er solle niemandem erlauben, ihn wegen seiner Jugend geringzuschätzen (1 Tim 4,12 EU). […] Wir bekräftigen den Anspruch der Kinder auf Würde, die sich aus ihrer besonderen Verletzlichkeit und aus ihrem Bedürfnis nach Zuwendung und Liebe ergibt. […] Wir bekräftigen die Tatsache, dass junge Menschen Kreativität und Opferbereitschaft in den Aufbau einer neuen Gesellschaft einbringen. […] Wir werden jeder Politik oder Autorität widerstehen, welche die Rechte der jungen Generation missachtet, sie missbraucht und ausbeutet. […]“

Wir als Kirche, wir als Christinnen und Christen, wir als Menschen müssen handeln. Wir würden uns freuen, wenn Sie die Möglichkeit haben, am Freitag, 23.9.2022, […] bei der Demonstration für eine gerechte Klimapolitik dabei zu sein. Falls Sie leider nicht können, dann geben Sie die Information weiter, unterstützen andere Menschen zur Teilnahme und/oder unterstützen Sie Fridays for Future finanziell.

Wir freuen uns, wenn wir viele von Euch und Ihnen am Freitag, 23.9.2022, in Dortmund sehen.

Mit freundlichen Grüßen,
christians 4 future Witten (Christinnen und Christen für die Zukunft)

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