Papst pro Klimastreik

Papst Franzsikus hat zum 1. September, dem Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung in seiner Botschaft ziemlich direkt den Klimastreik unterstützt:

„Dies ist die Zeit, um prophetische Handlungen zu unternehmen. Viele junge Menschen erheben ihre Stimme auf der ganzen Welt und fordern mutige Entscheidungen. Sie sind von vielen unerfüllten Versprechen und von Verpflichtungen, die wegen einseitiger Interessen und Vorteile vernachlässigt wurden, enttäuscht. Die jungen Menschen erinnern uns daran, dass die Erde nicht ein Gut ist, das man verschleudern kann, sondern ein Erbe, das weiterzugeben ist. Sie erinnern daran, dass die Hoffnung auf das Morgen nicht ein schönes Gefühl ist, sondern eine Aufgabe, die heute konkrete Handlungen erfordert. Ihnen schulden wir echte Antworten, nicht leere Worte: Fakten und keine Illusionen.“.

Mehr ist hier zu lesen.

Papst Franziskus ** Pixabay.

Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck und Bistum Speyer sind dabei!

Dem bundesweiten Unterstützerkreis für den Klimastreik haben sich jetzt die ersten Landeskirchen angeschlossen! Unter www.klima-streik.org sind sie zu finden. Auch die Evangelische Kirche der Pfalz ist schon an Bord.

Das ist eine tolle Entwicklung – und eine gute Idee zum Nachahmen. Sprechen Sie auch Ihre Landeskirche an, fragen sie nach, ob sie für einen erfolgreichen Klimastreiktag am 20.09. auch einen solchen Schritt zu gehen bereit sind.

Glocken läuten für den Klimaschutz

Am Freitag, den 20.09. demonstrieren weltweit Hunderttausende von Menschen jeden Alters für den Klimaschutz. Denn sie wissen: Wir haben keine Zeit zu verlieren, jeder Tag, an dem die Menschheit weiterhin so ungeheure Mengen an Treibhausgasen ausstößt, bringt die Katastrophe näher.

Am Freitag, den 20.09. entscheidet außerdem das Klimakabinett der Bundesregierung über die Klimapolitik der nächsten Jahre. Sie darf nicht zögern und zaudern!

Immer mehr engagierte Christinnen und Christen diskutieren in ihren Kirchengemeinden, ob die eigenen Glocken an diesem Tag die Dringlichkeit und die Chance, jetzt noch das Ruder herum zu reißen, unterstützen können.

Im Mai klangen die Glocken in Aargau für einen Frauenstreik – und die Gemeinde kündigte bereits an, im September beim Klimastreik Gleiches zu tun.

[Foto von Momentmal, Pixabay]

Dass Gemeinden auf diese Weise Stellung beziehen, ist dabei keine Seltenheit. Hier folgt eine unvollständige Liste ähnlicher Aktionen allein in diesem Jahr zu verschiedenen Themen:

Auch entscheidend: Der Umgang mit dem Geld

Die Infostelle Klimagerechtigkeit der Nordkirche macht den Umgang mit dem Geld zu einem Thema des Klimaschutzes und solidarischer Perspektiven. Gewonnen hat sie mit Antje Schneeweiß eine Expertin, die seit vielen Jahren zeigt, wie ethische Geldanlage gelingen kann. Auch auf Gemeindeebene gewinnt das Thema an Brisanz – wenn Klimaschutz gelingen soll.

Hier geht es zu weiteren Infos.

Landesjugendkonvent für Fridays for future

Schon im März machte der Landesjugendkonvent der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) vor, wie Solidarität mit den Klimastreiks und eigenes Engagement aussehen kann.

Auf der Website der Evangelischen Jugend ist über die Diskussion des Landesjugendkonvents zu lesen: „Wir sehen es als unsere Pflicht an, uns für die Schöpfung und unsere Umwelt einzusetzen. Deshalb unterstützen wir die Demonstrationen freitags. Uns ist
bewusst, dass das Fernbleiben von der Schule persönliche Konsequenzen haben kann und dennoch sollten sich alle für den Klimaschutz einsetzen.“, so Henriette Barth, eine der Antragstellerinnen. Julia Braband ergänzt: „Wir richten das Wort auch ganz bewusst an die Regierungen. Sie müssen ihre Klimaziele umsetzen und die Schülerinnen und Schüler ernst nehmen.“
Hintergrund der Diskussion war eine konkrete Anfrage einer Mutter, deren Tochter regelmäßig an den Demonstrationen teilnimmt.

Hier geht es zu dem Bericht.

Rising up – Christian Climate Action

Alleine im eigenen Haushalt ein wenig Energie sparen genügt nicht, um die nötigen Veränderungen zu erreichen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten reden hilft, die eigene Meinung zu festigen und ermöglicht auch das Schmieden von Aktionsplänen.

Mit mutigen Aktionen zum Nachdenken bringen, ein Innehalten erreichen und politisch Verantwortliche unter Druck setzen will die Initiative Christian Climate Action.

Die Initiative ist bisher vor allem in Großbritannien vertreten, einzelne Gruppen auch schon in den Niederlanden, den USA und Nigeria sowie Australien. Sie bereiten gewaltfreie direkte Aktionen vor, laden zum Beispiel ein, an Fracking-Orten zu picknicken, Banner an ungewöhnlichen Stellen herunter zu lassen und symbolisch die Schönfärberei mancher politischer Entscheider*innen hervor zu heben.

Die Initiative arbeitet mit „Extinction Rebellion“ zusammen und hat deren Logo leicht abgewandelt:

Wie wär’s mit einem Ideen-Slam?

In Gatow arbeitet die Aktionsgruppe „Church for future“ an mehreren Aktionen im Vorfeld des 20. September. Sie möchte Menschen jeden Alters – und jetzt auch ganz besonders die Erwachsenen – erreichen und aktivieren. Besonders in Spandau lädt sie ein.

Ein bunter Potpourri eigener Handlungsmöglichkeiten attraktiv serviert. Wer mag sich anstiften lassen?

Schöpfung feiern und schützen

In Oldenburg bereiten aktive Christ*innen gerade einen bunten Aktionstag im Botanischen Garten vor. Das Programm macht Lust auf schöne Begegnungen und die Auseinandersetzung mit Klimaschutz, Artenvielfalt und mehr. Eine tolle Idee – zum Nachahmen geeignet!

Komm, sag es allen weiter!

In großen Schritten naht der 20. September, zu dem die Fridays for future Menschen jeden Alters aufrufen, gemeinsam auf die Straße zu gehen.
Besonders weithin sichtbar muss ein Aufruf von einem Kirchturm aus sein, dachten sich engagierte Menschen in Nürnberg, fanden Künstler*innen und die passende Druckerei.

So wird das riesige Banner für den Kirchturm aussehen:

Und weil dieses Bild nicht frei zur Verfügung steht, hat in Hannover eine Grafikerin ein Banner gestaltet, das gerne überall nachgedruckt werden darf: