Klimafasten – und viele Christians for future machen mit

Die Fastenzeit naht. Was liegt 2020 näher, als sich bewusst mit der Frage auseinander zu setzen, was wir eigentlich brauchen für ein gutes Leben?

So rufen denn auch viele Kirchen und kirchliche Organisationen – katholische wie evangelische – dazu auf, beim Klimafasten mitzuwirken.

Screenshot der Seite klimafasten.de

Auch die Christians for Future engagieren sich in vielen Orten mit. Zum Beispiel in Aachen. Eine tolle Initiative – Nachahmer*innen dringend gesucht!

Chemnitz – Gottesdienst, Aktionen – und beinahe ein Klimanotstand

Ende Januar fand in der Jakobikirche in Chemnitz ein besonderer Gottesdienst statt. Die Klimaandacht wurde von der dortigen Pfarrerin Dorothee Lücke und den Parents for Future vorbereitet.

Foto aus der Freien Presse: Fridays for Future spielen eine zentrale Rolle im Gottesdienst.
Hier geht es zum kompletten Artikel.

Der Gottesdienst kam gut an – die Klimaschützer*innen luden die Teilnehmenden gleich zu weiteren Veranstaltungen in Chemnitz ein, bei denen sie möglichst viel Unterstützung gewinnen wollten für einen Stadtratsbeschluss über einen Klimanotstand in Chemnitz.

Dazu kam es dann leider nicht: Am 5. Februar lehnte der Stadtrat die Petition der Parents ab. Und das, obwohl über 4.000 Menschen aus Chemnitz unterzeichnet hatten. Hier geht es zum Bericht auf der Seite des mdr.

Die Aktiven bleiben aber dran. Was bereits in 68 anderen Städten und Landkreisen geklappt hat, sollte möglichst bald auch in Chemnitz möglich sein.

Fürbitte persönlicher Klimaschutz

Gert Oelscher hatte für den Klimapilgerweg 2018 eine Fürbitte vorgeschlagen, die
schließlich in der Nicolaikirche in Leipzig vorgelesen wurde. Vielleicht eine Anregung für weitere Gottesdienste?

Herr, wir haben von Dir den Auftrag bekommen, die Erde als Deine
Schöpfung zu bebauen und für künftige Generationen zu bewahren.
Letzteres fällt uns aber immer schwerer. Wir verbrennen in einem Jahr so
viel Kohle, Öl und Gas, wie Du in einer Million Jahre geschaffen hast.
Durch unsere ungebremste Lust auf materiellen Konsum und weite Reisen
ist die Klimakatastrophe bald nicht mehr aufzuhalten.
Auch viele Christen beteiligen sich am weltweiten Massentourismus mit
Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen, ohne die damit verbundenen immensen
Kohlendioxidemissionen zu bedenken. Eine Deklaration dieser Reisen als
Leserreisen in „Guter Gemeinschaft“, Bildungsreisen,
Erfahrungsaustausch, Glaubenstreffen oder
gar als „Mission“ ändert an den negativen Auswirkungen auf das Weltklima
nichts.
Klimagerechtigkeit kann man leicht predigen, aber sie muss auch
vorgelebt werden, sonst ist es heuchlerisch und unglaubwürdig! Christen
sollten mit ihrem Handeln nicht die Zerstörung von Gottes Schöpfung
betreiben!
Herr, gib uns den Mut und die Kraft, aus dieser Einsicht heraus auf
unnötige „Traumreisen“ zu verzichten und als Salz der Erde ein Zeichen
gegen den wachsenden Egoismus zu setzen!

Amen.

Rezo: „vehement an die christlichen Standpunkte erinnern“

Seit Rezo gestern in seiner Kolumne bei der Zeit – online über das christliche Engagement in Sachen Klimawandel geschrieben hat, entwickelt sich online ein regerAustausch über seine Überlegungen und Ratschläge. Eine kostenlose PR Beratung von jemandem zu bekommen, der es auf 16,5 Millionen Klicks bei Youtube bringt, sollte von den Kirchen als Weihnachtsgeschenk verstanden und geschätzt werden.
Unbedingt lesenswert: Traue dich, o Christenheit!

Danke, Rezo, für diese Unterstützung!

Eine Idee für die Silvesternacht

Wir möchten Euch alle ermutigen, Euch einer Idee des „Grufti4Future“ anzuschließen.
Er schlägt vor Mahnwachen an Silvester zu organisieren.
Er schreibt dazu: „Jeder – auch diejenigen die noch nicht organisiert sind – können sich als Einzelperson beteiligen und sich an exponierten Stellen mit einem Schild sichtbar in der Silvesternacht aufstellen.“
Besonders für all die, die Freitags selten schaffen zu den Demos zu kommen ist das vielelicht eine gute Aktionsform – lasst die Jugend nicht alleine!

Weitere Infos findet Ihr hier



Drohbotschaft?

Warum Drohbotschaft und Frohbotschaft zwei Seiten einer Medaille sind –
„Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“ (Mt 3,10)

Johannes der Täufer will seine Mitmenschen mit drastischen Worten zur Umkehr bewegen. Die meisten von uns verstört eine solche „Drohbotschaft“. Sollte ein guter Motivator nicht mithilfe von positiven Anreizen die Menschen ermuntern, statt Ängste zu schüren?
Und es ist so: Drohbotschaften machen die Sympathisanten zu ängstlichen Aktivisten, und bei den Gegnern bewirken sie nur eine noch stärkere Abschottung. Gleichwohl kann mir Johannes als Identifikationsfigur helfen, wenn ich mir bei meinem Anliegen nur noch durch Drohungen zu helfen weiß. Denn in der Figur des Johannes finde ich mein Ohnmachtsgefühl wieder, das sich einstellt, weil mein ernstes Anliegen bei niemandem Gehör findet. Es ist dieses Ohnmachtsgefühl, das sich in Drohungen und harschen Worten Bahn bricht. Beides ist zu spüren, wenn, wie beim UN-Klimagipfel, das Ohnmachtsgefühl der Klimaaktivistinnen in Greta Thunbergs tränenersticktem „How Dare You?“ aufbricht und wenn Klimaforscherinnen uns die Zukunft beschreiben, die auf uns wartet, wenn sich nicht rasch etwas ändert.
Beide sind wichtig – Johannes mit seiner Drohbotschaft, die die Menschen zur Umkehr bewegen soll. Aber auch Jesus, der nach ihm kommt und das Frohe seiner Botschaft in den Mittelpunkt stellt, der uns zeigt, was wir gewinnen können.
Und es gibt so vieles, und so großes, zu gewinnen: Eine menschenfreundliche Welt, in der das gute Leben der Menschen nicht die Lebensgrundlagen anderer und der zukünftigen Generationen zerstören muss. Ist das nicht auch eine wahre Frohbotschaft?

Arbeiten wir gemeinsam daran.

Ein Beitrag der Ortsgruppe Regensburg
Twitter: @C4F_Regensburg | Insta: c4f_regensburg

Wenn Ihr Euch einer C4F Gruppe vor Ort anschliessen möchtet, findet Ihr uns hier: WhatsApp

Weihnachten im Klimanotstand

Wenn Ihr möchtet, dass in den Weihnachtsgottesdiensten die Klimakrise nicht außen vor bleibt, könnt Ihr es wie dieser besorgte Vater machen. Sein sehr berührender Brief an seinen Pfarrer ist zur Nachahmung geeignet!
https://weihnachten-im-klimanotstand.de


Ein Transscript findet Ihr hier
Wenn Ihr Euch Weihnachten im Jahr 2019 in Gottesdiensten und Messen deutliche Hinweise auf die Klimakrise wünscht, dann schickt jetzt einen persönlichen Brief oder noch besser: sucht jetzt das persönliche Gespräch mit Pastorin oder Pfarrer, und sagt, was Weihnachten 2019 wirklich wichtig ist: Dass der Wunschzettel kurz ist und die Kinder eine Zukunft brauchen. Fragt nach einem kurzen Gesprächstermin. Falls es sich ergibt, bietet an, bei den Fürbitten etc. eine Bitte zu sprechen. Mehr unter https://weihnachten-im-klimanotstand.de Weihnachten im Klimanotstand

Tipps für das eigene Weihnachtsfest findet Ihr hier

Vorbereitung auf den 29.11. – Es gibt noch Fahnen!

Die Fridays for Future rufen zum 29. November erneut zu einem großen Streiktag auf. Der Termin könnte nicht besser gewählt sein: Direkt danach beginnt der Weltklimagipfel in Chile und in Deutschland naht die sogenannte „Halbzeitbilanz“ der Großen Koalition, die in Sachen Klimapolitik so wenig überzeugende Ergebnisse vorlegt. Bereits jetzt schließen sich wieder viele Organisationen an und auch die Zahl der Unternehmen, die an diesem Tag mit auf die Straße gehen wollen, wächst und wächst.

Wer sich schon vorbereiten möchte, und die Idee der Christians4future sichtbar machen möchte, kann jetzt noch Fahnen zum Selbstkostenpreis bestellen bei kontakt@christians4future.org.

Klimasynode von unten

Während der Papst in Rom zur Amazonas-Synode einlud, rufen im Rheinland engagierte Christ*innen zur Klimasynode von unten auf.

In die Marienkirche nach Düren laden der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen zusammen mit der Initiative Buirer für Buir, dem Institut für Theologie und Politik aus Münster und dem Katholikenrat Düren ein. Es geht um eine Auseinandersetzung mit der römischen Synode, um neue Perspektiven und in zwei Exkursionen auch ganz nah an die Orte der jüngsten Auseinandersetzungen um den Braunkohle-Abbau in der Region.

Hier geht es zu den Details des Programms und der Anmeldung.