Zwei Übergaben in Berlin

Am 16.9. 2021 haben wir unsere 12 Forderungen an alle (Erz-)Bistümer und Landeskirchen in Deutschland übergeben. Nach und nach werden wir Euch von einzelnen Übergaben berichten.

ÜBERGABE AN EKBO

Anreise & Auftakt

Wir hatten eine typische, sehr aufregende und spannende Anreise zum Konsistorium der EKBO in Berlin. Hier ist jeder Morgen mit dem ÖPNV ein Abenteuer, aber alle sechs Menschen des Übergabeteams 1 waren pünktlich um 8:50 Uhr vor Ort und wurden von der Pressereferentin U. Mattern und einer weiteren Pressesprecherin, Fr. Voss, in den wunderschönen Innenhof des Konsistoriums geführt. Dort haben wir kurz den vorab bereits detailliert durchgesprochenen Ablauf abermals live aufgebaut und bereits die ersten Fotos entstehen lassen.

Forderungsübergabe

Hr. Dr. Bischof Christian Stäblein kam exakt zu 9:00 Uhr in unsere Runde und nachdem wir einander kurz vorgestellt hatten, haben wir die offiziellen Pressefotos entstehen lassen, damit wir im Nachgang unsere Forderungsübergabe ob des sehr knappen Zeitrahmens des Bischofs in Ruhe durchführen konnten. Und das war sehr souverän von beiden Seiten: Ich habe kurz vorgestellt, wer wir sind, dann hat sich Jede*r einzeln namentlich und mit Herkunft/ Funktion vorgestellt, sodass der Bischof sich einen Eindruck verschaffen konnte, wer eigentlich C4F sind. Danach habe ich die drei Hauptforderungen vorgetragen und die drei Abschnitte, in die unsere Forderungen eingeteilt sind: Hier hatte der Bischof sich sogleich persönlich angesprochen gefühlt bei „prophetische Stimme der Kirchen“ – das sei ganz klar ein von ihm bisher verfehltes Ziel, dessen er sich in spe stärker annehmen müsse.

Abschluss

Zum Abschluss hatte unsere Krankenhausseelsorgerin und Pfarrerin Kerstin Jage-Bowler das „grüne Vaterunser“ aus Guatemala vorgetragen, welches der Bischof noch nicht kannte und es sofort via Mail übermittelt haben wollte. In gemeinsamer Verbindung haben wir laut durch Kerstins Anleitung nahtlos das uns als Christ*innen bekannte klassische Vaterunser unter freiem Himmel im Innenhof vor einem riesigen Kastanienbaum gebetet und das hat uns nicht nur miteinander verbunden, sondern tatsächlich auch Energie für den weiteren Tag geschenkt.

ÜBERGABE AN ERZBISTUM BERLIN

Anreise & Auftakt

Über eine Stunde von hoch im Norden bis in den tiefen Süden ging dann die Reise zum Privatwohnsitz der Pfarrei des Erzbistum Berlins. Ein vollständig neu zusammengestelltes Übergabeteam (bestehend aus Dr. Christoph Steinberger, GFZ Potsdam, Katholik, Georg Wagener-Lohse, ökumen. Christ, Dr. Stefan Golla, Umweltmanager Gemeindeverwaltung Birkenwerder, Agnostiker, Kerstin Jage-Bowler, ev., Yvonne B., ökumen.-interreligiös) traf sich zu Hause im Privatgarten von Bischof Dr. Heiner Koch. Empfangen wurden wir von einem sehr jungen Herren, der uns in den Garten und über ein Fußballfeld führte: Zwischen Hecken, Rosengarten, Apfelbaum und Blumenwiese arrangierten wir auch hier zuerst alles für ein gelungenes Foto. Die Pressereferentin Fr. Sakolowski sowie der Pressesprecher Stefan Förner besprachen mit uns den Ablauf.

Forderungsübergabe

Als der Erzbischof in seinen Privatgarten eintrat, ging er in der Vorstellungsrunde ausgesprochen zuvorkommend und sehr bedächtig mit uns um. Nachdem auch hier die Fotos für die Presse aufgenommen wurden, haben wir uns im Halbkreis auf der kleinen Apfelbaumwiese gestellt und uns einander vorgestellt. Der Erzbischof hat sich für uns Zeit genommen: Er wusste noch nichts von C4F nund unseren Forderungen und hat interessiert nachgefragt. unser ritueller Ablauf war wie in der EKBO, aber etwas ganz Besonderes zum Schluss: Dr. Christoph Steinberger bat darum, den Rosenkranz einer 104-jährigen Oma segnen zu lassen … Daraufhin flitzte der junge Mann in die Pfarrei, um ein Fläschchen Weihwasser zu holen und vor dem grünen Vaterunser und dem gemeinsamen Abschlussgebet wurde gesegnet. Nebenbei erzählte der Erzbischof, dass ein Pärchen Turmfalken bei ihm wohne und vier kleine Füchse, die sich ob unseres Termins nicht heraustrauten … Es war auch hier ein außerordentlich authentisches und einander zugewandtes Treffen. Den krönenden Abschluss für alle war die erzbischöfliche Einladung zum Mittagessen im Garten, es werde gegrillt … Das war nach dem 12:00-Uhr-Turmglockenläuten.

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