Gegenseitiger Support

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Neben unseren 14-tägigen virtuellen Klima-Chor-Proben
haben wir ein 14-tägiges Angebot, zum Gespräch darüber, wie es uns als Aktivist*innen geht, zusammenzukommen.
Wir informieren Dich auch gerne über ähnliche Angebote von den Psychologists, Christians, Churches, Parents oder Fridays for Future.

Am ersten Donnerstag des Monats
treffen wir uns nur von 19:30 bis 19:55,
um ab 20 Uhr an der Andacht „pray & act“
von C4F Regensburg teilnehmen zu können.


2 Kommentare zu „Gegenseitiger Support“

  1. Hallo, bei uns in Wien wird das Konkurrenzdenken forciert. Wien müsse als Wirtschaftsstandort mit anderen Städten mithalten können, weil sonst die Arbeitsplätze verloren gehen würden. Eigentlich denkt der Bürgermeister in typisch kapitalistischen Mustern. Wer verdrängt wen vom Markt der Arbeitsplätze für die internationalen Konzerne, welche den Bestbieter wählen. Aber damit ist klar, dass Fragen wie Umwelt oder Klimaschutz verdrängt werden. Daher brauche man die Autobahnen in einem Stadtgebiet mit hohem Migrationshintergrund.
    Wer darf teilhaben am Wohlstand? In vielen Ländern dieser Welt herrscht ein System der Unterdrückung und Ausbeutung durch einzelne Wenige, während alle anderen sich konkurrenzieren und gegenseitig vom Arbeitsmarkt verdrängen. An einen Sozialstaat ist nicht zu denken, der aber auch bei uns zunehmend unter Druck gerät, wenn man z.B. die Bildungslandschaft anschaut. Die Schulen werden bei uns vereinheitlicht, während man uns erklärt, dass die Schwächeren von den Sonderschulen kommend keine Chance am Arbeitsmarkt hätten. So als ob die Personaler:innen nicht in wenigen Minuten feststellen könnten, ob die Person lesen, schreiben und rechnen kann, was bei uns in Wien immer öfter trotz Pflichtschulabschluss Fehlanzeige ist. Anstatt den sozial Benachteiligten Kindern die Hilfe zu geben, die sie bräuchten, werden sie in Einheitsschulen gesteckt, welche niemand will, weil dort vielfach auch die Begabteren kaum entsprechenden Unterricht bekommen. Die Folge sind viele Privatschulen, so dass ein neuer Wirtschaftssektor entsteht und sich die Besitzenden vom Rest der Bevölkerung abheben.
    Während über Jahrzehnte der Hort mit Gruppenleiterin und Assistentin geführt worden ist, gibt es jetzt die Nachmittagsbetreuung, in der eine Person mit mindestens 3-monatiger „Ausbildung“, welche nicht immer ganz der deutschen Sprache mächtig ist. Somit haben auch begabte Kinder aus bildungsfernen Schichten haben kaum Chance dieses System zu durchbrechen. Aber ist nicht die Bildung die Wurzel unseres Wohlstandes? Sind nicht Familie und Schule die Orte, wo die Gesellschaft das Beste entwickelt, was sie hat? Wo bleibt die Familie, wenn Kleinkinder in die Krippe müssen, weil die Mütter niemanden haben? Ist Karriere und Konkurrenz wirklich unser Lebenselixier?

    1. Hallo Helmut,
      ja, ich kenne das nur zu gut, dass Frust aufkommt, wenn man sich mal traut genauer hinzuschauen oder dann sogar „wagemutig“ über den Sinn nachdenkt. Ich denke, dass in diesen Zeiten durch die Klimakrise, die Pandemie, den Krieg in der Ukraine usw. die Folgen unseres Handelns offenbar werden. Egal ob Christ oder nicht, wir werden hier in der westlichen Welt vom Götzen „Markt“ zu Wirtschaftsobjekten erzogen, ob als Arbeitskraft oder als Konsument. Sobald man zu keinem von beidem taugt, ist man für das System nur Ballast. Auch wenn ich evangelisch bin, teile ich vollkommen die Ansicht des Papstes, der unser Wirtschaftssystem als krank und pervers bezeichnet, denn genau das ist es auch. Und da wir alle mehr oder weniger mit dem Mammon dienen, wenn wir nicht außerhalb der Gesellschaft stehen wollen, sind wir Teil dieses Systems, das nur dem Zweck dient, die Reichen auf den Schultern der Armen mit noch mehr Geld zu überschwemmen. Das ist auch keine Polemi, sondern Wissenschaft. Seit den 1980er Jahren geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander und die Profite der Steigerung des BIP fließen in die Taschen der Reichen während die Reallöhne sinken. Und wir Nicht-Reichen werden über den Markt weiter zum noch größeren Konsum verführt, um das System weiter am Leben zu halten – bis zum bitteren Ende. Wir werden süchtig danach gemacht, immer schneller immer mehr zu wollen.
      Meiner Ansicht nach zeigt uns die Bibel ganz eindeutig, dass unser Lebenswandel / unser Wirtschaftssystem nicht im Entferntesten mit dem Herzschlag Jesu im Einklang steht. Da ist der Erhalt der Schöpfung nur ein Teil.
      Ich tue mich auch damit schwer, nicht innerlich (oder auch äußerlich?) komplett auszurasten, wenn ich sehe, wie sehr meine lieben Geschwister ganz selbstverständlich weiter in falschem Wohlstand weiterleben… blind für die klaren Aussagen der Bibel zu diesem Lebensstil auf Kosten der Schöpfung, der Armen und der Notleidenden… als wäre nicht Jesus gerade für diese gekommen!

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